Museumsinsel – Geschichte

Im Wettkampfgebiet in Berlins Zentrum befinden sich eine Reihe von historischen Gebäuden, Arealen und Baudenkmälern. Dies sind z.B.:

Museumsinsel

Die Museumsinsel ist einer der wichtigsten Museumskomplexe der Welt. Seit 1999 gehört sie zum UNESCO-Welterbe.

lm Mittelalter war das Areal eine sumpfige Flussaue. Eine starke gewerbliche Ausrichtung wich im Laufe des 19. Jahrhunderts nach und nach einer Nutzung als Standort von Museumsbauten: Friedrich Wilhelm II. ließ 1797 ein Museum für die Ausstellung antiker und neuzeitlicher Kunstschätze zu errichten. Schinkel lieferte 1822 den Bebauuungsplan für die Insel. So entstanden unter Leitung von Wilhelm von Humboldt das Alte Museum, das zugleich auch Königreich Preußen erstes öffentliches Museum wurde, und später das heutige Neue Museum, die Nationalgalerie, das heutige Bode-Museum und das Pergamonmuseum.
Erst gegen Ende der 1870er Jahre setzte sich der Name Museumsinsel für das Areal durch und demonstrierte damit auch den preußischen Anspruch, Museen zu errichten, die mit den Vorbildern in Paris und London vergleichbar waren.
In der Zeit des Nationalsozialismus wurden im Zuge der Neugestaltungspläne von Albert Speer auch an der Museumsinsel monumentale Neubauten geplant. Vier zusätzliche riesige Museumsbauten wurden entworfen, die Ausführung der Pläne verhinderte der Krieg.
Die Museen auf der Museumsinsel wurden im Zweiten Weltkrieg zu über 70 Prozent zerstört. Ab 1950 folgte der sukzessive Wiederaufbau der Museumsinsel.
Nach der Deutschen Wiedervereinigung begannen Ende der 1990er Jahre umfassende Sanierungen der Museumsinsel, 1999 beschloss der Stiftungsrat der Stiftung Preußischer Kulturbesitz den Masterplan Museumsinsel. Dieser sieht die Sanierung des Gebäudebestandes vor, die bauliche Zusammenfassung zu einem Museumsensemble und die Neuordnung der vor 1990 geteilten Sammlungen. Dieser Prozess dauert noch an.

Das Alte Museum zeigt einen Teil der Antikensammlung mit Skulpturen, Waffen, Goldschmuck und Silberschätzen der griechischen Kunst- und Kulturgeschichte von der Kykladenkultur bis zur römischen Epoche und die Kunst und Kultur der Etrusker und Römer.

Das Neue Museum beherbergt das Ägyptische Museum und Papyrussammlung mit der berühmten Büste der ägyptischen Königin Nofretete und andere Kunstwerke aus der Zeit des Königs Echnaton. Außerdem sind hier die Ausstellungen des Museums für Vor- und Frühgeschichte mit Funden aus der Steinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit, aus Troja mit Kopien des Schliemann-Goldes, aus Zypern, der Völkerwanderung und dem frühen Mittelalter und späteren Epochen zu sehen.

Im Pergamonmuseum sind Architekturaufbauten sowie griechische und römische Skulpturen der Antikensammlung, das Vorderasiatische Museum mit 6000 Jahren Geschichte, Kunst und Kultur Vorderasiens und das Museum für Islamische Kunst mit Kunst der islamischen Völker vom 8. bis ins 19. Jahrhundert untergebracht. Das Pergamonmuseum ist weltweit bekannt geworden durch die imposanten Rekonstruktionen archäologischer Bauensembles wie den Pergamonaltar, das Markttor von Milet, das Ischtar-Tor samt Prozessionsstraße aus Babylon und die Mschatta-Fassade.

Die Sammlung der Alten Nationalgalerie zeigt Skulpturen und Gemälde des 19. Jahrhunderts, von Caspar David Friedrich über die französischen Impressionisten bis zu Fresken der in Rom tätigen Nazarener.

Das Bode-Museum zeigt im Museum für Byzantinische Kunst byzantinische Kunstwerke vom 3. bis zum 15. Jahrhundert, in der Skulpturensammlung italienische und deutsche Skulpturen und Plastiken vom frühen Mittelalter bis zum 18. Jahrhundert, im Münzkabinett Münzserien vom Beginn der Münzprägung im 7. Jahrhundert v. Chr. in Kleinasien bis zu den Münzen und Medaillen des 21. Jahrhunderts sowie ausgewählte Bestände der Sammlung alter Meister der Gemäldegalerie.

Quelle: Wikipedia

Neue Synagoge

Die Bauarbeiten begannen nach der Grundsteinlegung am 20. Mai 1859, im Juli 1861 wurde Richtfest gefeiert. Die Einweihung fand allerdings erst zum jüdischen Neujahrsfest am 5. September 1866 statt. Der damalige preußische Ministerpräsident und spätere Reichskanzler Otto von Bismarck war bei der Zeremonie zugegen.
Während der Progromnacht vom 9. zum 10. November begannen Angehörige der SA, in der Neuen Synagoge Feuer zu legen. Der Reviervorsteher des nahe gelegenen Polizeireviers trat den Brandstiftern entgegen, verwies auf den seit Jahrzehnten bestehenden Denkmalschutz für das Gebäude, alarmierte die Feuerwehr, die den im Gebäudeinneren entstandenen Brand löschen konnte, und bewahrte so die Synagoge vor der Zerstörung. Nachdem die Folgen des Brandes beseitigt waren, konnte die Neue Synagoge seit April 1939 wieder für Gottesdienste genutzt werden. Die Kuppel musste wegen drohender Luftangriffe mit Tarnfarbe übermalt werden. Nach einem letzten Gottesdienst im kleinen Gebetsraum am 14. Januar 1943 übernahm die Wehrmacht das Gebäude und richtete hier ein Uniformlager ein. Bei britischen Luftangriffen im Zweiten Weltkrieg erlitt die Synagoge in der Nacht zum 23. November 1943 schwere Schäden. Weitere Beschädigungen wurden dem Baukörper zugefügt, als nach dem Krieg die Ruine als Lieferant für Baumaterial genutzt wurde.
Am 10. November 1988 fand eine symbolische Grundsteinlegung für den Wiederaufbau der Ruine statt. Die repräsentative Straßenfront mit der Hauptkuppel wurde originalgetreu rekonstruiert. Eine ständige Ausstellung informiert über jüdisches Leben in Berlin. Auf der Freifläche in der Tiefe des Grundstücks markieren Steine den ausgedehnten Grundriss der einstigen Hauptsynagoge. Die Erneuerungsarbeiten waren 1993 beendet. Das wiederhergestellte Gebäude, durch umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen gegen aktuelle Bedrohungen geschützt, konnte am 7. Mai 1995 eröffnet werden. Es wurde nicht wieder zur Synagoge eingeweiht, enthält aber einen kleinen Gebets- und Andachtsraum.

Quelle: Wikipedia

Hackesche Höfe

Im Jahr 1905 hatte Berlin zwei Millionen Einwohner und galt als größte Mietskasernenstadt  der Welt. Die Höfe in Nachbarschaft des Hackeschen Markts wurden am 23. September 1906 eröffnet. Damit entstand nach  Plänen des Architekten und Bauunternehmers Kurt Berndt die größte Wohn- und Gewerbehof-Anlage Deutschlands. Ungewöhnlich und neu war damals das Konzept, den ersten Hof kulturell zu nutzen und entsprechend aufwändig zu gestalten. Eigentümer und Architekt der Hackeschen Höfe wollten mit ihrer Anlage ein beispielhaftes Umfeld für modernes, gesünderes Wohnen und Arbeiten schaffen. Die Wohnhöfe lagen weitab vom Straßenlärm im Blockinneren und wurden nach Möglichkeit so angelegt, dass sie von benachbarten Grünanlagen – dem alten Jüdischen Friedhof von 1672 und dem Friedhof der evangelischen Sophiengemeinde – Sonnenlicht und Sauerstoff bekommen konnten. Zur Ausstattung der Höfe gehörten Grünpflanzen, ein großer Sandkasten, mehrere Brunnen. Die rund 80 Wohnungen hatten vielfach Balkone und durchweg Bäder, Innentoiletten und Zentralheizung.
In der DDR waren die Hackeschen Höfe jahrzehntelang vernachlässigt worden, die Festsäle baulich verunstaltet und zweckentfremdet genutzt, die Straßenfassade in den 1960er Jahren zerstört. Immerhin war es den Mietern um 1950 gelungen, die völlige Zerstörung der Fassaden im ersten Hof zu verhindern – eine wichtige Voraussetzung für die spätere denkmalgerechte Sanierung.
1951 wurden die Hackeschen Höfe zu Volkseigentum erklärt und 1977 unter Denkmalschutz gestellt. Nachdem die Anlage 1993 an die Erben des früheren Besitzers zurückgegeben und 1994 an westdeutsche Unternehmer verkauft worden war, begann eine enge Zusammenarbeit zwischen den Investoren, der Denkmalschutzbehörde sowie einer Agentur, die das Mischnutzungskonzept unter Erhalt der ansässigen Kulturstätten entwickelte. Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten 1997 sind die acht Höfe eine der teuersten und bekanntesten Immobilien Berlins. Sie bieten heute auf 27.000 Quadratmetern Raum für Gewerbeunternehmen, dazu Kultureinrichtungen und Wohnungen.

Quelle: Wikipedia

Humboldt-Universität

1810 nahm als erste der heute vier Universitäten Berlins die Berliner Universität ihren Betrieb auf. Von 1828 bis 1945 trug sie zu Ehren ihres Gründers den Namen Friedrich-Wilhelms-Universität. 1949 erhielt die Berliner Universität den Namen Humboldt-Universität zu Berlin. 29 Nobelpreisträger wurden hier ausgebildet.
Wesentliche Impulse zur Universitätsgründung gingen von bedeutenden Wissenschaftlern dieser Zeit aus, der Diplomat und Sprachwissenschaftler Wilhelm von Humboldt entwickelte das Universitätskonzept. Die Hauptsäulen seines Konzepts waren die enge Verbindung von Forschung und Lehre, freie Wissenschaft um ihrer selbst Willen und Persönlichkeitsformung. Alles, was für die Ausbildung der Studierenden geeignet war, wurde der Universität angegliedert oder konnte von den Studenten genutzt werden. Neben der starken Verankerung traditioneller Fächer wie der Altertumswissenschaft, der Rechtswissenschaft, Philologie und Geschichte, Medizin und Theologie, entwickelte sich die Berliner Universität zum Wegbereiter für zahlreiche neue naturwissenschaftliche Disziplinen wie Forstwirtschaft. Es entstand das medizinische und chirurgische Universitätsklinikum, die Entbindungsanstalt, eine Veterinärmedizinische Fakultät und die Landwirtschaftliche Fakultät.
Die Vertreibung und Ermordung jüdischer Gelehrter und Studierender sowie politischer Gegner des Nationalsozialismus in der Zeit der Hitlerdiktatur haben der Universität schweren Schaden zugefügt. Widerstand aus der Universität heraus blieb eher selten.
Anfang 1946 wurde die Universität wiedereröffnet. Mit der beginnenden Entspannung in Europa Mitte der siebziger Jahre konnte die Humboldt-Universität auf einigen Wissenschaftsgebieten den internationalen Anschluss wiederherstellen und durch weltweite Kooperationen festigen.
Nach der Wende gewann die Universität an weiterem Ansehen. Momentan sind über 40.000 Studenten immatrikuliert.

Quelle: Wikipedia