Tegeler Forst – Geschichte

Der Tegeler Forst liegt im Ortsteil Tegel, der zum Bezirk Reinickendorf gehört. Überregional bekannt ist der Ortsteil vor allem als Standort des Flughafen Berlin-Tegel und der Justizvollzugsanstalt Tegel.

Bereits 1550 gründete Kurfürst Joachim II. (1535-1571) den Tegler Forst als „Königliche Heyde“ mit Waldanteil. 1915 verpflichtete sich die Stadt Berlin in einem „Dauerwaldvertrag“, die zu 50 Pfennigen pro Hektar gekauften 10.000 Hektar Waldfläche nur zu forstwirtschaftlichen oder zu Zwecken der Erholung der Berliner zu benutzen. Es heißt im Vertrag, der Käufer verpflichtet sich, „die gekauften Grundstücke weder ganz oder teilweise zu veräußern noch mit dinglichen Rechten zu belasten“. Kein Bauland, heißt hier die Devise. Und so ist auch der Tegeler Forst mit seinen 2169 Hektarn als prominenter Teil des städtischen Dauerwaldes seither vielfältiger Erholungsraum, Refugium für Tiere und Pflanzen und Holzlieferant. Sofern man dort nicht einfach Waldesstille genießen will, kann man besonders interessante Orte aufsuchen wie den Standort des höchsten Berliner Baumes, einer alten Europäischen Lärche mit der beachtlichen Höhe von 43 Metern. Von Belang ist der umfänglichste Baum, die Dicke Marie, eine ca. 900 Jahre alte Eiche. Sie hat in 1,30 Metern Höhe einen Durchmesser von 2,10 Metern und einen Umfang von 6,65 Metern. In ihrer Nähe befindet sich das von Karl Friedrich Schinkel hergerichtete Schloss Tegel, das noch im Besitz der Erben der Familie Humboldt ist.

1933 gab es einen Orientierungslauf im Tegeler Forst, siehe Zeitungsartikel aus der Deutschen Allgemeine Zeitung Reichausgabe vom 31. Januar 1933.

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